Archiv für den Monat: Juni 2015

Bayern hat besten Platz für ein Zwischenlager! Fürther begeistert!

Partei Plakat Nürnberg Reichsparteitag Atomlager Fürth Poster

Ja haben eigentlich alle Scheuklappen vor den Augen.

In Nürnberg gibt es ein Gelände über das seit längerem heftige Diskussionen geführt werden. Das Reichsparteitagsgelände muss entweder millionenteuer saniert werden oder millionenteuer abgerissen werden. Ein Riesengelände, welches in urbraunen Zeiten schon einmal über die Grenzen Nürnberg dunkel gestrahlt hat. Die Nürnberger wünschen sich, nach einer Schnellumfrage der Die PARTEI Fürth, dass ihr runtergekommenes Gelände wieder zu einem Ort der Familie wird. Wir können in diesem Punkt die Nürnberger solidarisch unterstützen. Nürnberg was Nürnberg braucht!

Der CSU müssen wir leider ein heftiges Minus in ihr Fleißbüchlein malen. Als treibendes Atomland, als Sitz der exportierenden Atomindustrie, als Freistaat der seinen Strom irgendwie (streng geheim) übers Land transportiert geht uns die ewige Neinhaltungsmentalität gehörig auf den Sack. Wer wie Bayern, dank euch, zu einem Atomenergiestaat erster Güte mutierte, der muss auch ein paar lausigen Castorbehältern endlagern können. Die Bayern jedenfalls stehen zu ihren sauberen und preisgünstigen Atomkraftwerken, euer Verdienst, und sind bereit Verantwortung zu übernehmen (siehe Nürnberg und das Reichsparteitagsgelände).

Ihr (die CSU) habt Bayern schon genug Schaden zugefügt. Euer Vorschlag, der Deutschsprechpflicht, hat uns zur internationalen Lachnummer gemacht. Eure bescheuerte Maut ist kläglich, mit Ansage vieler, gescheitert. Darüber amüsiert sich ganz Europa. Euer Minister Schmidt unternimmt nichts gegen das grausame millionenfache Töten von Küken (männlich). Das treibt uns und allen Tierschützern Tränen aus den Augen.

Hört endlich auf den Kaspar zu geben und arbeitet für euer Geld mal konstruktiv und im Sinne aller Bürger! Eure Bauern- und Landpolitik ist in Zeiten der großen Landflucht auch für euch nicht geeignet ewig an der Macht zu bleiben. Amigo hin oder her.

Atomendlager Nürnberg Ja! Atomendlager Nürnberg Nein!

 

Frau Kramp-Karrenbauer, ihre Angst ist unbegründet

Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer,

ihre Angst vor der Homo-Ehe, auch Ehe für Alle, ist mehr als unbegründet. Ihre Äusserung,  “Es stellt sich die Frage, ob wir grundlegende Definitionen unserer Gesellschaft verändern wollen, und zwar mit womöglich weitreichenden Folgen, etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen”, mittlerweile angezeigt wegen Volksverhetzung, ist so nicht haltbar. Andere Länder sind da schon weiter und haben nur positive Erfahrungen mit der Ehe unter Verwandten gemacht. Zum Beispiel Alabama (USA): “Eine Inzesthochzeit ist erlaubt.” Oder der Vielehe, welche in vielen Ländern erfolgreich praktiziert wird. Und im Sudan wurde ein Mann dazu verurteilt die Ehe mit einer Gans (tierisch nicht menschlich) einzugehen.

Alle dieser Länder existieren immer noch, sind nicht in Sodom und Gomorrha verfallen und zeigen uns, dass wir vor Ehen jedwelcher Couleur keine Angst zu haben brauchen.

Frau Kramp-Karrenbauer, öffnen sie ihr christlichen Herz, erinnern sie sich an unsere gemeinsamen Vorfahren Adam und Eva und nehmen sie ihre Äusserung mit einer Entschuldigung zurück.

Wir würden dann von einer Anzeige absehen und sie könnten sich wieder um das wichtige Bundesland Saarland kümmern.

Mit freundlichen Grüssen

Ihre Die PARTEI Fürth

Anhang: wenn Sie sich, lieber LeserIn, an Frau Kramp-Karrenbauer persönlich wenden wollen, hier ihre Kontaktdaten (Quelle: www.bundesrat.de):

Am Ludwigsplatz 14

66117 Saarbrücken

Tel:  0681 501-00 Fax:  0681 501-1159

Bayrische Staatsbürgerkunde Teil 5

Artikel 16a der Verfassung des Freistaates Bayerns:

(1) Parlamentarische Opposition ist ein grundlegender Bestandteil der parlamentarischen Demokratie.

(2) Die Fraktionen und die Mitglieder des Landtages, welche die Staatsregierung nicht stützen, haben das Recht auf ihrer Stellung entsprechende Wirkungsmöglichkeiten in Parlament und Öffentlichkeit. Sie haben Anspruch auf eine zur Erfüllung ihrer besonderen Aufgaben erforderliche Ausstattung.

(gut zu wissen)

Auch Martin Sonneborn leidet unter der Rücktrittswelle

Plakat Partei Sonneborn Brüssel Rücktritt Poster Bayern

Martin Sonneborn war der ERSTE der mit Rücktritt drohte (Wahlversprechen). Nun machen es ihm alle nach und er leidet wie ein Hund. Alle seine netten Nachbarn weg. Keiner dem man lustige Fragen stellen kann. EU war gestern und wer ist Schuld? Diesesmal sind es nicht die Griechen und der Putin. Schuld ist der blattrige Gabriel, der allen diesen Hirnfurz geschenkt hat.

Rücktritt Ja! Rücktritt Nein!

Aktuelle Wettquoten auf kommende Rücktrittserklärungen (erfolgreich)

Im Moment macht das Wort Rücktritt die Runde. Jeder will dabei sein und später sagen können: Ich habe einen Rücktritt angekündigt. Schwieriger ist es aber diesen dann auch erfolgreich durchzuziehen. Wir listen mal die aktuellen Rücktrittler auf und die möglichen Kandidaten die sicher bald folgen werden.

Aktuelle Rücktritts Vertreter: Stefan Raab; Günther Jauch; Domian; Sepp Blatter, Anshu Jain, Jürgen Fitschen, Sigmar Gabriel, Silvia Neid, Jürgen Klopp.

Zurückgetreten ist noch niemand dieser Elite. Wir warten mal ab, wann die Rücktritte vom Rücktritt in Mode kommen. Blatter ist schon mal vorgeprescht.

Hier nun die Quoten auf mögliche Rücktritte weiterer Personen des undankbaren öffentlichen Lebens:

Angela Merkel: Quote 1:1,14 auf vorzeitigen Rücktritt

Franz Beckenbauer: Quote 1: 1.990 auf Rückgabe der Kaiserkrone

Bernd Lucke: Quote 1: 8,8

Horst Seehofer: Quote 1: 10²²

Heidi Klum: Quote 1: -23

Nestlé & FIFA: Quote eingefroren (keine Wetten mehr möglich)

Setzen sie ihre müden Kröten wohlüberlegt. Und sollten sie den Jackpot kacken, dank unserer Hilfe, erwarten einen Zehnten. Nicht mehr und nicht weniger.

Wetten Ja! Wetten Nein!

An Alle die es immer noch nicht verstanden haben: Was darf Satire?

Worte des großen Satirikers Kurt Tucholsky.

“Was darf die Satire?

von Kurt Tucholsky

Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

Satire scheint eine durchaus negative Sache. Sie sagt: „Nein!“ Eine Satire, die zur Zeichnung einer Kriegsanleihe auffordert, ist keine. Die Satire beißt, lacht, pfeift und trommelt die große, bunte Landsknechtstrommel gegen alles, was stockt und träge ist.

Satire ist eine durchaus positive Sache. Nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.

Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.

Die Satire eines charaktervollen Künstlers, der um des Guten willen kämpft, verdient also nicht diese bürgerliche Nichtachtung und das empörte Fauchen, mit dem hierzulande diese Kunst abgetan wird.

Vor allem macht der Deutsche einen Fehler: er verwechselt das Dargestellte mit dem Darstellenden. Wenn ich die Folgen der Trunksucht aufzeigen will, also dieses Laster bekämpfe, so kann ich das nicht mit frommen Bibelsprüchen, sondern ich werde es am wirksamsten durch die packende Darstellung eines Mannes tun, der hoffnungslos betrunken ist. Ich hebe den Vorhang auf, der schonend über die Fäulnis gebreitet war, und sage: „Seht!“ – In Deutschland nennt man dergleichen ‚Kraßheit‘. Aber Trunksucht ist ein böses Ding, sie schädigt das Volk, und nur schonungslose Wahrheit kann da helfen. Und so ist das damals mit dem Weberelend gewesen, und mit der Prostitution ist es noch heute so.

Der Einfluß Krähwinkels hat die deutsche Satire in ihren so dürftigen Grenzen gehalten. Große Themen scheiden nahezu völlig aus. Der einzige ‚Simplicissimus‘ hat damals, als er noch die große, rote Bulldogge rechtens im Wappen führte, an all die deutschen Heiligtümer zu rühren gewagt: an den prügelnden Unteroffizier, an den stockfleckigen Bürokraten, an den Rohrstockpauker und an das Straßenmädchen, an den fettherzigen Unternehmer und an den näselnden Offizier. Nun kann man gewiß über all diese Themen denken wie man mag, und es ist jedem unbenommen, einen Angriff für ungerechtfertigt und einen anderen für übertrieben zu halten, aber die Berechtigung eines ehrlichen Mannes, die Zeit zu peitschen, darf nicht mit dicken Worten zunichte gemacht werden.

Übertreibt die Satire? Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.

Aber nun sitzt zutiefst im Deutschen die leidige Angewohnheit, nicht in Individuen, sondern in Ständen, in Korporationen zu denken und aufzutreten, und wehe, wenn du einer dieser zu nahe trittst. Warum sind unsere Witzblätter, unsere Lustspiele, unsere Komödien und unsere Filme so mager? Weil keiner wagt, dem dicken Kraken an den Leib zu gehen, der das ganze Land bedrückt und dahockt: fett, faul und lebenstötend.

Nicht einmal dem Landesfeind gegenüber hat sich die deutsche Satire herausgetraut. Wir sollten gewiß nicht den scheußlichen unter den französischen Kriegskarikaturen nacheifern, aber welche Kraft lag in denen, welch elementare Wut, welcher Wurf und welche Wirkung! Freilich: sie scheuten vor gar nichts zurück. Daneben hingen unsere bescheidenen Rechentafeln über U-Boot-Zahlen, taten niemandem etwas zuleide und wurden von keinem Menschen gelesen.

Wir sollten nicht so kleinlich sein. Wir alle – Volksschullehrer und Kaufleute und Professoren und Redakteure und Musiker und Ärzte und Beamte und Frauen und Volksbeauftragte – wir alle haben Fehler und komische Seiten und kleine und große Schwächen. Und wir müssen nun nicht immer gleich aufbegehren (‚Schlächtermeister, wahret eure heiligsten Güter!‘), wenn einer wirklich einmal einen guten Witz über uns reißt. Boshaft kann er sein, aber ehrlich soll er sein. Das ist kein rechter Mann und kein rechter Stand, der nicht einen ordentlichen Puff vertragen kann. Er mag sich mit denselben Mitteln dagegen wehren, er mag widerschlagen – aber er wende nicht verletzt, empört, gekränkt das Haupt. Es wehte bei uns im öffentlichen Leben ein reinerer Wind, wenn nicht alle übel nähmen.

So aber schwillt ständischer Dünkel zum Größenwahn an. Der deutsche Satiriker tanzt zwischen Berufsständen, Klassen, Konfessionen und Lokaleinrichtungen einen ständigen Eiertanz. Das ist gewiß recht graziös, aber auf die Dauer etwas ermüdend. Die echte Satire ist blutreinigend: und wer gesundes Blut hat, der hat auch einen reinen Teint.

Was darf die Satire?

Alles.”

Danke Kurt, das musste mal gesagt werden mit all deinen wohl gewählten Worten.