Kinderschokolade, Kinderarbeit, Kinderkacke

”Faith in humanity” (”Vertrauen in die Menschheit”), ein inzwischen in der globalen Internetcommunity gängiger Begriff der mit entweder ”lost” (”verloren”) oder ”restored” (”wiederhergestellt”) kombiniert zusammenfassend ein Video, einen Text oder was auch immer kommentiert, geistert uns durch unsere verwirrten Schädel. Da haben die Marketingmenschen von Kinderschokolade sich mal wieder was ganz pfiffiges einfallen lassen und Kinderbilder von den Nationalspielern Jerome Boateng (Berlin) und Ilkay Gündoğan (Gelsenkirchen) im Zuge der drohenden EM in Frankreich auf ihr pappiges Zahnarztlobbyprodukt gedruckt.

Klar, dass das Volk sich wahnsinnig darüber echauffiert dass man den arischen Bengel zur Seite geräumt hat um mit diesem Marketingtrick noch mehr von ihrer Blutschokolade zu verkaufen. Dass dadurch ein Shitstorm von biblischem Ausmaß entsteht hat jedoch niemand erwartet.

Wir müssen uns jedenfalls mal wieder an den Kopf fassen und uns fragen: wohin soll das alles noch führen? Wieso freuen sich die schwarz-rot-gold angemalten ”Wir sind das Volk”-Geiferer über einen FIFA-Titel, fressen aber keine Schokolade auf der ein Negerlein abgebildet ist dass den Kakao dafür hätte geerntet haben können? Und was passiert, wenn die Blödel rausfinden, dass Kinderschokolade ein italienisches Produkt ist und der Kakao aus Westafrika kommt?

Faith in humanity – das ist uns ein bisschen ”too much”, aber unser faith ins Volk ist schon lange flöten gegangen.

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